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ICH BIN IM WIR SIND Skluptur mit spiritueller Botschaft – globelisk.ch
Elefantenritt in den Kardamomhills
Das Rad der Wiedergeburt

Karma-Creme

Sie werden staunen über das Wort «Karma-Creme»! Ja, tatsächlich, es gibt eine Firma, die Körperpflegemittel herstellt und eine Karma-Creme im Sortiment anbietet (der Markenname ist allerdings etwas anders geschrieben). Stellen Sie sich vor, sie reiben sich den ganzen Körper mit Karma-Creme ein und fühlen sich dabei richtig wohl und angenehm und es duftet unbeschreiblich sinnlich und exotisch.

So ähnlich geht es uns mit dem Begriff «Karma» in unseren Breitengraden – er mutet exotisch an und wird oft mit Indien assoziiert, ja das ist doch etwas für die Inder, ähnlich wie Curry, nicht wahr? So einfach ist es aber nicht!

Das Wort Karma stammt aus dem Sanskrit und definiert das Gesetz von Ursache und Wirkung und wird im Westen oft so verstanden, dass das etwas mit Strafe zu tun haben muss: «Wenn ich etwas Schlechtes mache, dann werde ich bestraft und bekomme eins auf den Deckel.» Aber das Karmagesetz hat grundsätzlich nichts mit Bestrafung zu tun – sondern mit korrektiver Ausgleichserfahrung. Wir haben den freien Willen und es steht uns frei, nach unserem Gutdünken zu handeln – wäre es dann auch nicht logisch, dass wir gleichzeitig bereit sind, die Konsequenzen für unsere Handlungen zu übernehmen?

Nicht nur im Physischen, im grobstofflichen Äußern, ernten wir den Ausgleich, der uns zusteht, sondern auch im Inneren, im feinstofflicheren Bereich unserer Emotionen und Gedanken. Betrachten wir Karma einmal ohne Emotionen und wertfrei, könnten wir es sogar als ein Axiom akzeptieren, als eine nicht zu bestreitende Tatsache! In der Physik ist das Gesetzt von Ursache und Wirkung längst anerkannt und wird nicht in Frage gestellt.

Im Jahr 1998 hat Professor Ian Stevenson von der Universität Virginia USA, das Buch «Reinkarnationsbeweise» veröffentlicht. Er schildert darin Fälle, die er weltweit auf Grund von Aussagen von kleinen Kindern überprüft hatte, die kaum vier Jahre alt waren. Der Vorhang des Vergessens hat sich noch nicht über ihre Erinnerung gelegt und sie haben darüber berichtet, wer sie im Vorleben waren, wo sie mit wem gelebt haben und welches Ereignis ihnen zugestossen ist, an dem sie damals gestorben sind. Die Todesfolgen äußern sich im heutigen Leben dieser Kinder als Geburtsschäden. Sie sind mit fehlenden Extremitäten zu Welt gekommen, oder beispielsweise mit einem verkrüppelten Ohr. Manche Kinder werden mit einem Muttermal oder Brandmal geboren. In vielen solchen Fällen gelang es Professor Stevenson, Autopsiebefunde vom Amtsarzt oder Krankenhaus über die vom Kind genannte frühere Person zu erhalten und diese mit den heute vorliegenden Schäden zu vergleichen, um dann eine eindeutige Identität der Person aus dem Vorleben mit der heutigen Person festzustellen. Damit ist die Reinkarnation wissenschaftlich bewiesen.

Herr Professor Stevenson wurde für seine beachtliche Forschungsarbeit als Nobelpreisträger vorgeschlagen!

Rudolf Steiner definiert in seinen «Offenbarungen des Karma» Karma als:

… das Gesetz von Ursache und Wirkung in der Natur, auf das Geistige übertragen, aber ohne dass der freie Wille des Menschen durch die Karmagesetze beschränkt ist. Dabei muss die Wirkung auf dasselbe Wesen zurückschlagen, von dem die Ursache ausgegangen ist.

Jesus der Botschafter der Liebe wusste vom Gesetzt von Ursache und Wirkung bereits vor 2000 Jahren, als er die Menschen lehrte: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.» Sai Baba führt weiter aus: «Werde ganz Liebe, sei ganz Liebe in allem, was du denkst, sagst und tust.»

Die spirituell ausgerichtete Rückführungstherapie lehrt uns sehr viel über Karma und Wiedergeburt. Es geht der Seele ausschließlich darum, sich aus karmischen Verstrickungen heraus zu lösen und zu befreien, dort zur Liebe zu werden, wo aus Lieblosigkeit falsch oder eigennützig gehandelt worden ist. Das Karmagesetz ist das Instrument, das uns zur Liebe erzieht. Karma ist somit das kostbarste Instrument zur Verfeinerung und zur Liebewerdung.

Wir erkennen allmählich den Wert der Liebe, wenn wir durch selbst verursachte Fehlhandlungen im Folgeleben den Ausgleich am eigenen Leib erleben. Das aufzudecken und die dramatischen Zusammenhänge zu erkennen, ermöglicht uns die spirituelle Rückführung in unsere Vorleben, wo wir andere Existenzen manifestiert und andere Leben gelebt hatten. Wir befanden uns zu verschiedenen früheren Zeiten in anderen Gestalten und vielleicht auch im anderen Geschlecht. Und zwischen den Erdenleben befanden wir uns immer wieder in lichtvolleren Ebenen. Diese Ebenen werden im Tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben «Bardo» genannt.

Dr. Michael Newton ist der Begründer der «Life between lives»-Rückführungen und hat über die Ebenen, wo sich die Seele zwischen den irdischen Leben aufhält zwei eindrückliche Werke verfasst: «Die Reisen der Seele» und «Die Abenteuer der Seelen».

Gibt es eine Wiedergeburt? Habe ich tatsächlich schon einmal gelebt?

Über diese Frage scheiden sich die Gemüter in der westlichen Welt. Trotz der wissenschaftlichen Beweise (Prof. Ian Stevenson), fällt es unserer westlichen Mentalität schwer, den Reinkarnationsgedanken zu akzeptieren. In den östlichen Teilen der Welt, z.B. in Indien, gehört die Wiedergeburt seit Menschengedenken zur religiösen Prägung und ist eine Selbstverständlichkeit. Ebenso ist der Karmagedanke in den buddhistischen und hinduistischen Religionen im Bewusstsein der Menschen tief verankert. Gehen wir davon aus, dass Karma und Wiedergeburt Bestandteile eines unabänderlichen universalen Gesetzes sind, dann betrifft es uns alle. Was gleichzeitig bedeutet, dass wir schon viele Male gelebt haben. Es boten sich uns viele Gelegenheiten, andere zu verletzen und selbst verletzt zu werden. Wir haben Opferleben erlebt und wir waren in anderen Leben selbst Täter. Die Seele lernt durch diese verschiedenen, gegensätzlichen Erfahrungen ihr Bewusstsein zu entwickeln, zu schulen und immer mehr zur Liebe zu werden. Sie wird im Denken, Sprechen und Handeln immer mehr zu reiner Liebe und das ist ihr ausschließliches Ziel und der Zweck vieler aufeinander folgender, unterschiedlicher Leben. Die Seele besucht die Erdenschule und lernt dabei ihre Lektionen. Durch ausgleichende Erfahrungen, wir nennen diesen Prozess Karma, spürt die Seele im Körper, wie es sich anfühlt, wenn angenehme oder aber auch schmerzliche, lustige und traurige Dinge passieren. In der Kunst wird die Abfolge von einem Leben nach dem anderen als das Rad der Wiedergeburt dargestellt. Das «Rad der Vierundachtzig» dreht sich so lange, bis die Seele geläutert ist und sich auf Grund ihres Reifegrades freiwillig entscheiden kann, ob sie als ein Mitarbeiter Gottes auf dem irdischen Planeten wieder inkarnieren möchte, oder ob sie sich anderen Aufgaben stellen will.

Einmal habe ich am Pfeiler einer Autobahnbrücke von Sprayern folgenden Ausspruch entdeckt: «Karma kommt». Mit einer anderen Farbe haben andere Sprayer geantwortet: «Karma ist schon da!»

Es soll jetzt keinesfalls oberflächlich daherkommen – aber ich möchte an dieser Stelle als Forscherin auf dem Gebiet Karma und Reinkarnation einfach zum Nachdenken anregen und Sie ermuntern, sich mit dem unendlich interessanten Thema zu beschäftigen. Es wäre zu einfach zu sagen: «Alles ist Karma!» es gibt viele feine Nuancen, verschiedene Aspekte, verschiedene Typen und Bezeichnungen von Karma, aber wir kommen zum Schluss, dass alle Erlebnisse einen Sinn haben, denn nichts geschieht zufällig. So viel wissen wir heute: «Alles dient der Liebewerdung.»

Was machen wir also mit dem Reinkarnationsgedanken?

Lesen Sie dazu das innovative Werk von Trutz Hardo: «Das große Karmahandbuch», Silberschnurverlag

Das Einwirken des Reinkarnationsgedankens auf das gesellschaftliche und auf das persönliche Leben

Trutz Hardo, der bekannte deutsche Rückführungsspezialist, hat über das veränderte Verhalten der Menschen reflektiert, als würden sie den Gedanken der Reinkarnation bereits in ihr Leben integriert haben. Staunen Sie selbst, was sich auf dieser Erde alles wandeln könnte – zum Wohle jedes einzelnen und zum Wohle des ganzen menschlichen Kollektivs: Ich bin im Wir sind in respektvollem Umgang mit der Mutter Erde.

Einwirkung des Reinkarnationsgedankens auf das gesellschaftliche Leben

  1. Da die Reinkarnation als Faktum Allgemeingut ist, wird man jeden Menschen als wirklich gleichberechtigt sehen. Es gibt keinerlei Diskriminierung mehr. Absichtliche Übervorteilung oder Benachteiligung selbst im Auftrag anderer schafft persönliches Karma.
  2. Das Karmagesetz wird Allgemeingut, das heißt: Was du einem anderen bewusst tust, sollst du an dir erfahren, entweder noch in diesem Leben oder in einem späteren. Denn das Karmagesetz ist immer gerecht. Keine Untat beleibt unausgeglichen. Das Karmagesetz dient dem Lernprozess.
  3. Da jeder weiß, dass er eventuell in jedem Land oder bei jedem Volk oder bei allen einer bestimmten Religion Angehörigen gelebt haben könnte, wird ein globales Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen. Es gibt daher unter den Staaten dieser Erde kein Konkurrenzdenken mehr, vielmehr ein Miteinander, kein Gegeneinander. Man wird sich als Weltgemeinschaft fühlen, die sich gegenseitig Achtung, Toleranz und Verständnis entgegenbringt.
  4. Man wird sich in Notsituationen gegenseitig helfen. Denn man weiß, untere jenen Menschen in einer – sagen wir – von Hunger oder Katastrophen heimgesuchten Gegend dieser Erde können sich Verwandte und geliebte Personen aus einem früheren Leben befinden. Jegliches Ignorieren der Not der anderen schafft für eine Nation wieder Karma. Darum wird man denen, die in Not geraten sind, mit grösserer Hilfsbereitschaft entgegenkommen. Man wird überhaupt mehr Anteil an dem Wohlergehen der Weltbevölkerung in den einzelnen Ländern nehmen.
  5. Jeder Einzelne wird dem Staat gegenüber ein ganz anderes Bewusstsein der Zugehörigkeit und Mitverantwortung entwickeln. Denn betrüge ich den Staat, indem ich etwa Steuern hinterziehe, wird mir aus karmischen Gründen einmal etwas entzogen werden müssen. Denn was ich dem Staat wie auch jedem Einzelnen antue, wird auch mir einmal angetan werden müssen. Darum ist Ehrlichkeit die beste Vorsorgeversicherung für ein nächstes Erdenleben.
  6. Bevor zu einem global verantwortlichen Weltbürger wird, fühlt sich der Mensch als Bürger seines Staates mitverantwortlich. Lebt er nur für seine Interessen und nützt den Staat zu seinem Vorteil aus, wird er einmal in einem späteren Leben ebenfalls ins Situationen kommen, in denen man ihn ausnützt. Ein egozentriertes Denken und Handeln ist der Garantieschein dafür, dass man in einem späteren Leben Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit erfahren wird.
  7. Glaubensgemeinschaften und Weltreligionen werden sich schleunigst die Reinkarnation zu Eigen machen und in ihr Glaubenssystem integrieren, um eine Überlebenschance zu haben, denn die Reinkarnation ist Faktum. Es gibt kein einmaliges Leben, sondern es gibt einen Zyklus von einmaligen Leben. Mit jedem Leben entwickelt sich die Seele zu höherer Vollkommenheit. Die Reinkarnation ist die gerechteste Religion. Sie gibt jedem, so er gegen die Gesetze der Nächstenliebe verstossen hat, in einem erneuten Erdenleben die Chance, das Verfehlte wieder gut zu machen. Gott ist nicht mehr der Bösewicht, der verkrüppelte Babys zur Welt kommen lässt oder der es gewähren lässt, dass Millionen von Menschen verhungern oder in Kriegen umkommen.
  8. Die Rückführungstherapie wird eine große Aufgabe zu erfüllen haben. Im Sozialwesen z.B. wird man eventuell Drogensüchtige und Alkoholiker zu der Ursache ihres Suchtverhaltens zurückführen, um die sie süchtige machende Programmierung zu löschen. Aus der Psychiatrie wird die Rückführungstherapie gar nicht mehr wegzudenken sein. Denn andersartiges Verhalten zu eigenem oder zum Schaden anderer mag mit Ursachen in früheren Leben zusammenhängen, die es aufzudecken und zu therapieren gilt. Die Krankenkassen werden auf ihre Kosten Rückführungstherapeuten ausbilden lassen, um ungeheuer hohe Therapiekosten zu sparen, denn die Rückführungstherapie kann oft in kürzester Zeit mit Erfolg aufwarten, die bei der bisherigen Therapie meist sehr langwierig sind und manchmal auch keine Erfolge aufweisen.
  9. In der Psychologie wird man viele der alten und sicherlich oft lieb gewonnenen Theorien begraben müssen und neue Theorien aufstellen, um der Reinkarnation darin einen großen Platz einzuräumen. An den Universitäten werden Lehrstühle für die Reinkarnationspsychologie begründet.
  10. In der Medizin wird man in vielem umdenken müssen. Seit Prof. Dr. med. Ian Stevensons Entdeckungen weiß man, dass angeborene Missbildungen eine eventuell nicht genetisch oder viruell bedingte Ursache haben können, sondern in den meisten Fällen auf frühere Ursachen zurückzuführen sind. In der Chirurgie wird die Reinkarnation eine nicht geringe Rolle spielen. In vielen Fällen, bevor eine nicht sofort notwendige Operation vorgenommen werden soll, schickt der Arzt oder der Chirurg den Patienten zu einem Rückführungstherapeuten, um z.B. bei einer Vagotomie festzustellen, ob eventuell der Magenbereich vorbelastet ist durch eine in einem früheren Leben dort empfangene Wunde, die, so sich diese Tatsache bestätigt, dann therapeutisch behandelt werden muss, da sonst an dieser Stelle immer wieder irgendwelche Krankheitssymptome auftauchen werden. Wurde jemand in einem früheren Leben von einem Speer tödlich im Nierenbecken getroffen, wird er eventuell in den Folgeleben immer wieder in dieser Gegend chronische Schmerzen verspüren, selbst dann, wenn die Mediziner dort kein Krankheitssymptom feststellen können. Die Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Rückführungstherapeuten wird zu einer notwendigen Selbstverständlichkeit werden.
  11. Da wir Menschen wissen, dass wir mit aller Wahrscheinlichkeit auf dieser Erde wiedergeboren werden, wird es uns ein Anliegen sein, die Welt sauber und gesund zu erhalten, damit wir in unserem nächsten Erdenleben eine heile Welt vorfinden, in welcher wir uns seelisch und geistig weiterentwickeln können. Wir werden uns also mehr für die Umwelt einsetzen und es nicht zulassen, dass sie verschmutzt wird.
  12. Die Philosophie wird jene großen Philosophien und Philosophen in den Vordergrund stellen, die jene Erkenntnisse über die Reinkarnation schon vertreten haben. Die Anerkennung der Reinkarnation bewirkt ein ganz neues Umdenken und wird dementsprechend neue philosophische Denkmodelle begründen, die sich weniger an abstraktes Denken halten, sonder erst einmal das aufzuarbeiten und zu integrieren sich vornehmen, was sich «empirisch» aus dem Wissen durch Rückführungen in frühere Leben allgemein ergibt. Man wird sich auch eingehend mit jenem Zwischenleben beschäftigen, wo wir als Seelen weilen, bevor wir wieder auf Erden inkarnieren. Die Philosophie wird frage: Wer oder was hat dieses System der Reinkarnation samt den Zwischenleben aus welchem Zweck und Sinn heraus erschaffen? Dadurch erhält die Ontologie eine ganz neue Perspektive, und man mag versuchen, durch eigene Trance-Erfahrungen, durch eigenes in-die-Mitte-Gehen oder durch mögliche Einweihungen mit dem Prinzip Schöpfung in Verbindung zu kommen.
  13. In der Kunst wird es einen ungeheuren Aufschwung geben, da den Künstlern ein neuer kreativer Themenbereich erschlossen wird und die Nachfrage beim Publikum zum Thema Reinkarnation groß sein dürfte. So werden sich Film, Fernsehen, Theater und vor allem die Literatur dieses Bereiches annehmen. Die Darstellung von Personen und ihren Handlungsmotiven werden auch vor dem Hintergrund ihrer früheren Leben gespiegelt, wobei dem Karmagesetz sicherlich eine bedeutende Funktion zugestanden werden wird.
  14. Wir werden uns weniger um Ansehen und Macht oder Besitz bemühen, da wir wissen, dass es wichtiger ist, die Liebe in sich grösser werden zu lassen, weshalb wir eher danach bestrebt sind, im Inneren unsere Schätze zu sammeln als im Äußeren. Wir werden mit dem Leben verantwortungsvoller umgehen und es als großes Geschenk betrachten, in dieser Erdenschule verweilen zu dürfen, um immer mehr über die Liebe und über die göttlichen Gesetze zu lernen. Die Reinkarnation wird einen großen Beitrag dazu leisten, dass unsere Welt eine schönere und liebevollere werden kann, in der es Gnade ist, leben, lieben und lernen zu dürfen.

Quellenangabe: Trutz Hardo / Reinkarnation aktuell / Verlag Silberschnur

Das Einwirken des Reinkarnationsgedankens auf das persönliche Leben

  1. Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod. Da ich weiß, dass sich mit aller Wahrscheinlichkeit schon früher gelebt habe, werde ich auch mit aller Wahrscheinlichkeit nach einem Zwischenleben auf einer feinstofflichen Ebene erneut auf Erden inkarnieren.
  2. Wenn jemand stirbt, der mir nahe steht, so ist es natürlich, traurig zu sein. Aber meine Trauer wird sich um vieles verringern, da ich weiß, dass er nicht gestorben ist, sondern auf einer anderen Ebene weiterlebt, dass er sicherlich oft – wenn auch unsichtbar – bei mir ist, dass es sein von höherer Seite für richtig befundenes Schicksal war, zur Zeit seines Todes abgerufen zu werden, dass sich diese Person nach meinem Tode im Zwischenleben (Jenseits) und / oder in einem nächsten Erdenleben wieder sehe und dass es nie einen Abschied für immer gibt.
  3. Ich bin allen Menschen gegenüber tolerant, so lange sie nicht mich oder andere in meiner oder ihrer Freiheit behindern. Ich toleriere jegliche Art von Religionsausübung und Meinungsäußerung, so lange anderen ein gleiches Recht zugestehen. Denn wir Menschen erweitern mit der Fortentwicklung von Leben zu Leben unser Bewusstsein. Ich bin nie überheblich in meinem Denken Andersdenkenden gegenüber, hatte ich doch vielleicht in einem früheren Leben ebenso gedacht. Ich dränge darum niemandem meine Überzeugung auf, braucht doch jeder seine Zeit, um sein Bewusstsein dann zu erweitern, wenn die Zeit für ihn dafür gekommen ist. Ausserdem ist mir klar, dass ich in meinem zukünftigen Leben sicherlich noch oft meine Überzeugungen wechseln, bzw. erweitern werde.
  4. Ich werde niemals andere Menschen diskriminieren, ganz egal, um wen es sich dabei handelt. Denn ich weiß, dass ich weder jemanden vom anderen Geschlecht diskriminieren werde, gehörte ich doch mit aller Wahrscheinlichkeit schon selbst dem anderen Geschlecht an, noch dass ich jemanden von einer anderen Hautfarbe, Volkszugehörigkeit oder einer anderen Rasse diffamieren werde, hätte ich doch selbst schon zu jenen anderen gehören können oder könnte nochmals zu ihnen gehören. Auch ist mir bewusst, so ich jemanden diskriminiere auf Grund seiner anderen Zugehörigkeit, dass ich dann selbst einmal zu diesem anderen Volk oder dieser Rasse gehören muss, damit ich mein Verständnis und meine Liebe für sie erweitere. Ebenso werde ich nie auf andere herabsehen, weil sie arm, behindert, unschön oder irgendwie anders sind, denn ein jeder hat sich genau das Umfeld, sein Aussehen und seine Veranlagungen ausgesucht, um damit, darin und daraus zu lernen.
  5. Ich werde anderen gegenüber nie neidisch sein, seien sie nun reicher, mächtiger, angesehener, klüger, gesünder oder äußerlich schöner. Denn diese haben sich für dieses Leben ihr Aufgabenfeld in dieser Schule des Lebens geschaffen, um mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln genau das zu lernen, was sie lernen können. Um dadurch spirituell zu wachsen. Eventuell standen mir in einem früheren Leben ebenfalls solche Mittel einmal zur Verfügung oder werden mir in einem zukünftigen Leben noch zur Verfügung stehen. Wir müssen alle einmal alle Möglichkeiten des Erlernens durchgemacht haben, um spirituell zu wachsen.
  6. Habe ich ein Kind, dann werde ich ihm die Chance einräumen, seine individuellen Anlagen, so sie nicht zerstörerisch sind, zu fördern und ihm nicht meinen Willen aufdrängen oder seinen Willen brechen. Denn ich weiß, dass seine früheren Leben dieses Kind sicherlich schon innerlich geformt haben und dass es in diesem Leben sein Lernprogramm erfüllen möchte, das ein ganz anderes sein mag als das meine. Deshalb respektiere ich seine Persönlichkeit. Ausserdem weiß ich, dass es in einem früheren Leben sicherlich schon einmal ein Erwachsener war, vielleicht sogar einer verstorbenen Verwandten oder Freunde. Ich werde schon früh darauf achten, ob es irgendetwas über seine früheren Leben äußert. Ich werde ihm solche Äußerungen nicht mehr verbieten, oder diese als Spinnereien abtun. Vielleicht war dieses Kind schon in früheren Leben mein Partner, meine Mutter, mein Vater, mein Freund, meine Freundin. Und vielleicht werde ich im nächsten Leben als Tochter oder Sohn meines jetzigen Kindes wieder geboren.
  7. Ich weiß, dass ich meinen Partner nicht zufällig ausgesucht habe, dass ich ihm schon aus früheren Leben kenne und wir uns im Zwischenleben dazu entschlossen haben, auf Erden wieder zusammen von – und miteinander zu lernen. Denn jede Partnerschaft ist eine Lerngemeinschaft in der Schule des Lebens. Und die Chance zum Lernen will ich, so lange sie besteht, nach besten Kräften nutzen.
  8. Ich akzeptiere meine Eltern so, wie sie sind. Denn ich habe sie mir vor meiner Inkarnation aus freier Entscheidung ausgesucht. Sie geben mir genau die Voraussetzungen für das Leben, die ich zum Erlernen meiner mir spezifischen Aufgaben benötige.
  9. Ich erkenne die mir im Leben begegnenden Personen, Ereignisse und Schicksalsschläge als wichtige Hilfen an, damit ich genau durch sie oder aus ihnen das lerne, was ich zu lernen habe. Ich entwickle dabei auch keinen Neid auf andere da sie evtl. mit ihren Lernmitteln etwas ganz Anderes zu lernen haben. Darum trage ich meine mich treffenden Schicksalsschläge mit Fassung und sehe sie vielmehr als Chancen des Lernendürfens an. Ich beklage mich nicht über sie, sondern frage mich, was ich daraus für mich lernen soll, bzw. darf.
  10. Die Erde ist somit eine Schule des Lernens. Wir lernen mit jeder Inkarnation verständnisvoller, toleranter und vor allem liebevoller zu werden. Sind wir einmal nach vielen Inkarnationen ganz Liebe geworden, dann dürfen wir diese Erdenschule verlassen, denn wir haben unser Abitur bestanden und dürfen auf höhere Universitäten gehen, wo uns höhere Weisheiten und höhere Liebe vermittelt werden.
  11. Ich weiß, dass ich, wo immer ich gegen die Liebe verstosse, selbst einmal derjenige zu sein habe, gegen den «liebelos» verstossen wird. Nur dadurch lerne ich, liebevoll mit meinen Gedanken, Worten und Taten umzugehen. Alles, was ich anderen zum Schaden tue, wird mir selbst einst zum Schaden werden. Das Karmagesetz, das diesen Lernprozess steuert, ist immer gerecht. Es gibt für mich keine Ungerechtigkeiten. Deshalb weise ich auch keinem anderen Menschen oder keiner anderen Situation eine Schuld zu, denn ich frage mich, was ich durch eine Benachteiligung zu lernen oder aus früheren Leben noch auszugleichen habe, denn nichts geschieht zufällig.
  12. Ich weiß, dass alles im Leben einen Sinn hat. Es gibt keinen Un-Sinn. Alles, was mir begegnet, hat für mich eine Bedeutung. Darum werde ich versuchen, den Sinn hinter den Dingen und Ereignissen zu erkennen.
  13. Ich weiß, dass es allein an mir liegt, wie schnell oder wie langsam ich mich spirituell entwickle. Ich trage allein dafür die Verantwortung, was mir im Leben an Gutem oder Widerlichem widerfährt, denn beides sind die Früchte meiner in früheren Leben gehegten Gedanken, gesprochenen Worte oder ausgeführten Taten. Um ein nächstes Erdenleben in Freude und Liebe zu führen, werde ich das jetzige Leben nutzen, um anderen viel Freude zu bereiten und anderen viel Liebe zukommen zu lassen. Ich allein bin der Schmied meines Glückes. Ich schiebe keinem anderen die Schuld zu, denn ich bin und war und werde für alles verantwortlich sein, was mir, wann auch immer, begegnet.
  14. Ich sehe das Leben als ein Geschenk an, mich mit jedem Erdenleben immer weiter in der Liebe und in dem Verstehen entwickeln zu dürfen. Es macht mir Freude, anderen in ihrer Entwicklung behilflich sein zu dürfen und von ihnen Hilfe anzunehmen, die meiner Entwicklung zu Gute kommt. Deshalb bin ich jeden Tag dankbar, auf Erden sein zu dürfen und mehr über die Liebe zu erfahren und zu lernen, und ich bin dankbar, mein Bewusstsein immer mehr zu öffnen für die göttlichen Gesetze und die göttliche Liebe.

Quellenangabe: Trutz Hardo / Wiedergeburt die Beweise / Verlag Peter Erd München